Christuskirche
Innensanierung
Am Freitag, den 23. Oktober 2009 wurden die Arbeiten am Putz der Kuppel der Christuskirche Lünen-Horstmar abgenommen. In nicht einmal 2 Wochen hat die Fa. Joswig Löcher, Risse und schadhafte Stellen, die während der vorhergehenden Sanierungsmaßnahmen an der Kuppel aufgetreten waren, ausgebessert und die gesamte Kuppel neu gestrichen. Die Herren Joswig sen. ) und junior präsentierten ihre Arbeit Pfr. Moselewski und Herrn Marold (Bauabteilung der Verwaltung der Ev. Kirche). Die Fa. Joswig war prädestiniert für diese Maßnahme, da sie schon Mitte der 80er Jahre den letzten Innenanstrich der Christuskirche durchgeführt hatte.
In dieser Woche wird das Gerüst wieder abgebaut und die Orgel ausgehaust. Am Sonntag, den 1. November 2009 kann der Gottesdienst pünktlich zum Reformationsgedenken wieder in der Christuskirche stattfinden.
Mit diesem Anstrich ist die Maßnahme der Kuppelsanierung endgültig abgeschlossen.
Innenraum Oktober 2009
Die Christuskirche zu Lünen-Horstmar ist bis Ende Oktober 2009 geschlossen. Gottesdienste feiert die Ev. Kirchengemeinde ab Sonntag in dieser Zeit im Gemeindehaus, Preußenstr. 170.
Die Schließung ist notwendig, um die bei der Kuppelsanierung entstandenen Schäden am Putz der Kuppel zu beheben. Anfang Oktober wurde die Orgel eingehaust, um Staubablagerungen in den Pfeifen und im Spielwerk zu verhindern. Die Kirche wurde so von innen eingerüstet, dass unter der Kuppel ein Boden eingezogen wurde. Ein fahrbares Gerüst ermöglicht es den Handwerken, den gesamten Putz der Kuppel zu prüfen und auszubessern. Anschließend erhält die Kuppel einen neuen Anstrich. Diese Arbeiten sollen in den nächsten beiden Wochen (Herbstferien) erledigt sein. Dann kann das Gerüst in der letzten Oktoberwoche wieder abgebaut werden. Mit dieser Maßnahme ist die Sanierung der Kuppel abgeschlossen.
Der Gottesdienst zum Gedenken der Reformation soll am Sonntag, den 1. November wieder in der Kirche stattfinden.
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Kuppel Oktober 2009
Schwere Stahlgerüste wurden eingebaut. Die Holzkonstruktion wurde verstärkt. Viele Hölzer mussten ersetzt werden, da sie durch Feuchtigkeit angegriffen waren. Jetzt steht sie wieder fest – unsere Christuskirche. Und die Kuppel hängt wieder statisch stabil unter dem Kirchendach. Nebeneffekt: Nun lässt sich die Kuppel einigermaßen bequem beklettern und begutachten. „Was lange währt, wird endlich gut.“ Fast jedenfalls. Denn unsere Kuppel ist eigentlich eine dünne und sensible Gipsschicht. Bei den Arbeiten war es beinahe unvermeidlich, dass trotz aller Vorsicht das dünne Material beschädigt wird. Von unten sind an einigen Stellen Risse und kleine Löcher zu sehen. Zwar besteht für die Sicherheit keine Gefahr. Aber um diesen Sanierungsschritt sauber abzuschließen, wird der Putz nachgearbeitet und die gesamte Kuppel gestrichen.
Dazu ist es allerdings notwendig, die Christuskirche zu schließen, und zwar vom 05.-30.10. Gottesdienste feiern wir in dieser Zeit im Gemeindehaus. Danach erstrahlt die Kuppel in neuem Glanz.
Noch in diesem Herbst beginnen wir aber auch mit der Planung und Vorbereitung der Fassadensanierung. Ich hoffe, dass wir dieses Mal von bösen Überraschungen verschont bleiben und im nächsten Jahr diese dringend notwendige Sanierungsmaßnahme endlich durchführen können. Und dann wird es mit neuen, fußfreundlicheren Treppen auch leichter, in die Kirche zu gehen, wenn die Füße nicht mehr alles mitmachen.
Wenn Sie die Christuskirche mit einer Spende unterstützen möchten, können sie dies mit dem Stichwort „Erhaltung Christuskirche“ auf das Kto-Nr. 47 910 bei der Sparkasse Lünen (BLZ: 441 523 70) tun.
P.S.: Die Begehbarkeit der Kuppel hat weiteren Effekt: Seit Wochen beobachten wir ein Turmfalkenpaar. Herr Horst Napierski, der seit mehr als 30 Jahren Eulen und Falken Nistmöglichkeiten schafft und betreut, hat sich die Situation vor Ort angesehen. Er hat einen Nistkasten gebaut, den er nun an einer Dachöffnung anbringen wird. Dann muss das Pärchen den Platz nur noch annehmen und die Christuskirche wird dann ihr neues Zuhause.
Winfried Moselewski
Turm- und Kuppelsanierung 08/09 (im April 09)
Kurz vor Ostern 2009 wird es Zeit für einen Zwischenbericht zur Sanierung. Das Gerüst am KIRCHTURM wird nun gerade abgebaut. Die Fa. Bosche hat sowohl einen Teil des Innenputzes als auch die Fugen des Sandsteingemäuers erneuert. Damit dürfte der Kirchturm nun komplett saniert sein.
Die Maßnahmen zur Stabilisierung der KUPPEL werden demnächst ebenfalls abgeschlossen werden können. Bedauerlicherweise ist es beim Einbau der Stahlträger zu einer Beschädigung der Kuppel gekommen, die anschließend behoben werden muss. Da es sich um einen Versicherungsschaden handelt, bleibt die Kirchengemeinde an dieser Stelle von Mehrkosten verschont. Inzwischen wurde sogar eines der Altarfenster, an dem das hintere Gerüst vorbeiführt, beschädigt und eingestoßen und muss repariert werden.
Leider gibt es eine weitere Hiobsbotschaft: Das Gemäuer zur APSIS weist schwere Schäden auf, die dringend behoben werden müssen. Deshalb ist ein zusätzliches Gerüst an der Apsis errichtet worden. Die hier anfallenden Mehrkosten liegen glücklicherweise durch Einsparungen an anderen Stellen noch im Rahmen des ursprünglich aufgestellten Finanzierungsplanes.
Die Sanierungsmaßnahmen am Turm (Innenputz und Verfugung) und an der Kuppel (Verstärkung des Dachstuhls und der Aufhängung der Kuppel) haben sich deutlich aufwändiger und langwieriger gestaltet als ursprünglich geplant.
Nachdem auch die Holzkonstruktion von der Fa. Tietz an vielen Stellen erneuert und verstärkt worden ist, stehen nun noch Rest- und Aufräumarbeiten an. Dazu gehören natürlich auch die Behebung der entstandenen Schäden, zu denen sich inzwischen auch ein Schaden an der Altarkuppel hinzugekommen ist.
Die Pressemitteilung zur Sanierung vom 24. April 2009 ist hier [22 KB]
zu finden.
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Denkmal des Monats Januar 2009
Der Landschaftverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Christuskirche zum Denkmal des Monats Januar 2009 gewählt. Diese Auszeichnung wird vom LWL seit ca. 1999 für besondere Denkmäler der Region Westfalen-Lippe vergeben. Für Lünen ist es in diesem Zeitraum die erste Auszeichnung.
Die Begründung des LWL-Denkmalpflegers Dr. Ulrich Reinke kann hier [9 KB]
nachgelesen werden.
Eingangs- und Kuppelsanierung 2007-2009
Die Säulen im Eingangsbereich, das Fundament und die Kuppel mussten aus statischen Gründen dringend saniert werden, um Gefahr von den Besuchern der Kirche abzuwenden. Dadurch verschiebt sich die geplante Sanierung der Fassade nach hinten. Die Sanierung der Säulen und des Fundaments erfolgten 2007.
Im November 2008 begann die Sanierung der Kuppel. Nach der feiertags- und kältebedingten Unterbrechung der Sanierungsarbeiten Ende Dezember wurden die Arbeiten Mitte Januar 2009 wieder aufgenommen. Die Schäden am Holzwerk erwiesen sich als äußerst gravierend. Die mit den Sanierungsaufgaben betreute Firma Tietz erneuert und verstärkt nicht nur die Holzkonstruktion, sondern setzt darüber hinaus ein Stahlgerüst ein, so dass die Kuppelaufhängung und der Dachstuhl langfristig stabilisiert werden und statisch sicher sind. Trotz des höheren Aufwandes und der damit gestiegenen Kosten bleiben die Gesamtkosten aller Wahrscheinlichkeit nach in dem bisher vorgesehenen Rahmen von ca. 200.000 Euro für die gesamte Maßnahme.
Parallel zu diesen Arbeiten werden am Turm der Christuskirche weitere Maßnahmen durchgeführt, die in der Summe enthalten sind: ein Teil des Innenputzes wird erneut, um die Feuchtigkeit im Mauerwerk einzudämmen. Um die Orgel vor dem entstehenden Staub zu schonen, musste sie eingehaust, d.h. mit Folie umwickelt werden und kann deshalb für eine Weile nicht genutzt werden.
Die Fugenerneuerung zwischen dem Sandsteingemäuer im unteren Bereich des Turmes wird bei etwas milderem Wetter fortgeführt. Die folgenden Bilder belegen die Renovierungsarbeiten und die Schäden.
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Turmrenovierung 2001/03
2001-2003 musste die Außenhaut des Kirchturms erneuert werden. Die Schäden waren gravierend. Durch verschiedene Schwierigkeiten (Denkmalschutz, bautechnische Gutachten und Finanzierung) war der Turm mehr als eineinhalb Jahre eingerüstet und das Glockengeläut eingestellt. Ein Teil der Kosten konnte durch Spenden aufgebracht werden.
Innensanierung 1986/87
1986-87 wurde die Christuskirche von innen grundlegend renoviert, Architekt war damals Herr Sunder-Plassmann aus Münster. In diesem Zusammenhang sind auch die Altarfenster, die nach dem II. Weltkrieg provisorisch durch einfarbiges Glas ersetzt worden waren, restauriert worden und dem ursprünglichen Entwurf nachempfunden. Seitdem schaut die Gemeinde wieder auf die Einsetzung des Heiligen Abendmahls.
Kuriosum des Horstmarer Entwurfes: Anders als im biblischen Text fehlt im Altarbild der Kirche Judas, der Jünger, der Jesus verraten hat. Sein Platz ist frei und lädt zum Nachdenken ein. Dieses Konzept ist in der hiesigen Gegen einmalig.
Der ursprüngliche Plan sah vor, auch die Seitenfenster zu restaurieren. Bisher fehlen dazu allerdings die finanziellen Mittel.
Glasfenster Chorraum
Ursprünglich: 1913 Fa. Warnecke
1944/45: Zerstörung bei Bombenangriff–Ersatz durch einfaches strukturiertes Glas (entsprechend der Seitenfenster)
1987: Im Zuge der Innenraumsanierung wird der Chorraum im Sinne der Denkmalpflege rekonstruiert. In diesem Zusammenhang auch Rekonstruktion der Altarfenster auf der Grundlage des vorhandenen Fotomaterials durch die Fa. Otto Peters (Soest).
Hier eine Seite der Stiftung "Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e.V."
Motiv
Das Altarfenster zeigt die an Leonardo Da Vincis berühmtes Abendmahlsbild angelehnte Szene des letzten Mahles Jesu mit seinen Jüngern.
Doch weicht die Darstellung an einem wesentlichen Punkt sowohl von da Vincis als auch von der biblischen Vorgabe ab: Nicht 12, sondern lediglich 11 Jünger nehmen an der Abendmahlsgemeinschaft mit Jesus teil.
1 Schemel ist leer. Er ist mitten ins Bild vor den Tisch gerückt – Jesus gegenüber. Es ist – so die Deutung – die Einladung an die Gemeinde, Platz am Tisch des Herrn einzunehmen. Damit werden in der künstlerischen Darstellung die historische und biblische Einsetzung des Abendmahls mit der gegenwärtigen Abendmahlspraxis verbunden: Die Gemeinde feiert in dieser langen Tradition heute ihre Gemeinschaft mit Christus.
Die künstlerische Darstellung ist allerdings nicht unproblematisch. Denn für die Gemeinde musste Judas den Platz räumen. Der „Verräter“ wird aus der Abendmahlsgemeinschaft ausgeschlossen. Dabei gehört es zu den Essentials der biblischen Überlieferung, dass Jesus zwar weiß, dass Judas ihn an die Priester überliefern wird und dies auch im Kreis der Jünger ausspricht, ihn aber trotzdem teilnehmen lässt am Abendmahl und eben nicht wartet, bis Judas weggegangen ist. Es weist auf den Aspekt von Vergebung und Versöhnung, die beide wesentlich zum Abendmahl gehören.
In diesem Fensterbild nimmt die Gemeinde den Platz des Judas ein. Leider ist nicht bekannt, welche Gedanken die Künstlerin bewegt haben. So lässt sich trefflich philosophieren:Ist die Gemeinde besser als Judas und darf deshalb seinen Platz im Jüngerkreis annehmen? Dies wäre hochmütig und ließe sich mit der biblischen Tradition nicht gut vereinbaren.Darf die Gemeinde diesen Platz einnehmen, obwohl sie nicht besser als Judas ist? Darf sie also umkehren und Vergebung erwarten? Judas hat dies nicht tun können. Er hat sich nach der biblischen Überlieferung aus Verzweiflung das Leben genommen.Ist der leere Platz des Judas Aufforderung und Mahnung, es „besser“ zu machen als Judas und den Herrn nicht zu verraten?Das Bild ist sicher für weitere Deutungen offen. So regt es nicht nur zum Widerspruch, sondern zum Nachdenken an – und eröffnet so neue Gedanken zur Gemeinschaft des Abendmahls, ohne die Kirche nicht denkbar ist.
Winfried Moselewski
Einweihung
1913 wurde die inzwischen denkmalgeschütze Christuskirche eingeweiht.



















