von 1960 bis 2008
Pfarrer Westerkamp
Die Einweihung des Kindergartens "Unter dem Regenbogen" ist eine der letzten Amtshandlungen von Pfarrer Westerkamp. Im Oktober 1975 tritt er in den Ruhestand.
Pfarrer Beck
übernahm die Vakanz und wurde im Februar 1976 als Pfarrer der Kirchengemeinde eingeführt. In diese Zeit fällt die Kommunalreform mit Folgen für die Gemeinde: der Ortsteil Niederaden gehört nunmehr zu Lünen. Nach Verhandlungen mit der Kirchengemeinde Methler (Kirchenkreis Unna) wird die Gemeinde am 1. Januar 1979 nach Hostmar umgepfarrt.
Die frührere Niederadener Schule, die in diesem Ortsteil als Gemeindehaus und Gottesdienststätte diente, wurde übernommen, die Gemeinde zunächst von Pfarrer von Finkenstein von Methler aus weiter betreut.
Pfarrer Beck trat 1993 in den Ruhestand.
Pfarrer Möller
Am 1. Januar 1980 erhielt die aus drei Ortsteilen bestehende Gemeinde eine zweite Pfarrstelle. Sie wurde durch Pfarrer Wofgang Möller besetzt, der aus Düsseldorf kam.
Die Einpfarrung von Niederaden - ursprünglich zu Methler gehörig - führte 1982 zu einem Namenswechsel der Gemeinde. Seither heißt sie "Ev. Kirchengemeinde Lünen-Horstmar".
Pfarrer Wolfgang Möller war für den Gemeindebezirk Niederaden zuständig.
Unter seiner Führung wurde die Innenrenovierung der Christus-Kirche durchgeführt. Sichtbares Zeichen sind heute noch die Kirchenfenster, insbesondere die im Altarraum, die Bildern der ursprünglichen Fenster nachempfunden wurden. Im gleichen Zuge wurde unter seiner Führung auch das Gemeindehaus renoviert und modernisiert. Pfarrer Möller konnte Herrn Sunder-Plassmann, der die Renovierung als Archtekt begleitet hatte, dazu überzeugen, bei der Renovierung der Kirche unserer Partnergemeinde in Steinheid aktiv zu werden.
1993 holte Pfarrer Möller mit persönlichem Einsatz eine Kindertagesstätte nach Niederaden.
Anfang der 90er Jahre setzte er sich zusammen mit Karl Jüdes und anderen dafür ein, die ehemalige Gaststätte Preußenhof für Asyl-Suchende aus Bosnien herzurichten. Im November 2005 engagierte er sich für ein Kirchenasyl.
Am 25. Januar 2009 wurde Pfarrer Möller in den Ruhestand verabschiedet.
Pfarrer Moselewski
Am 3. Oktober 1993 wurde Pfarrer Winfried Moselewski, der vom Presbyterium als Nachfolger für den in Ruhestand getretenden Pfarrer Beck gewählt worden war, in sein Amt eingeführt.
In der bisherigen Amtzeit haben sich - nicht zuletzt auf Grund der guten Personalsituation - einige Großprojekte etabliert. Dazu gehören die Kinderbibelwoche in den Osterferien und der Kinderbibeltag in den Herbstferien. Die begonnenene Eltern-Kind-Gruppen-Arbeit führte zu einer Reihe von Gruppen.
Auch das Angebot in der Kirchenmusik wurde erweitert: neben dem schon seit langem etablierten jährlichen Kantatenkonzert gibt es seit einer Reihe von Jahren das Neujahrskonzert, traditionell stellen sich die Chöre der Kirchengemeinde bei der Adventsmusik am zweiten Sonntag im Advent vor. Seit einigen Jahren auch fester Bestandteil ist die Singgruppe Windlicht. In den letzten zwei Jahren hinzugekommen sind Kammer- und Orchesterkonzerte.
Entsendungsdienst
Für den Ortsteil Beckinghausen wurde 1990 eine ständige Stelle für den Hilfsdienst (heute: Entsendungsdienst) eingerichtet. Von 1990 bis 1993 wurde damit Pastorin Ursula Grundhoff betraut.
Pastorin Anju Laddach folgte im August 1993 bis 1998.
Ihre Nachfolgerin, Pfarrerin Eva Panhoff trat ihren Dienst am 1. januar 1999 an, verließ aber die Gemeinde bereits im März 2000. Die schnellen Wechsel sowie das Wissen darum, dass diese Stelle zukünftig voraussichtlich nur noch mit halber Stundenzahl besetzt würde, führte zum Beschluss des Presbyteriums, Beckinghausen wieder dem ersten Pfarrbezirk zuzuordnen, um die Kontinuität zu wahren. Die Stelle im Entsendungsdienst wurde zugleich im Falle der Wiederbesetzung dem Pfarrstelleninhaber zur Unterstützung zugeordnet, da dieser Pfarrbezirk nun erheblich größer geworden war.
Im Sommer 2006 besetzte Pfarrerin Andrea Ohm die halbe Stelle. Sie ist gleichzeitig mit einer halben Stelle in der benachbarten Preußengemeinde tätig.
Partnerschaft Steinheid
Im Oktober 1984 wurde eine Partnerschaft zwischen unserer Gemiende und der dortigen Gemeinde gegründet. Dies ist wesentlich ein Verdienst von Pfarrer Beck. Steinheid ist ein kleines Bergdorf nahe der ehemaligen Grenze im hohen Thüringer Wald mit wunderbarem Ausblick ins Coburger Land.
Beim ersten Besuch in Steinheid machte der dortige Pfarrer Langer bei einem Rundgang mit Blick auf das Coburger Land folgende Aussage: "Was könnt Ihr im Westen dazu, dass Ihr von Karl Marx das Kapital geerbt habt und wir hier nur das Manifest."
Gerade diese Aussage und die Begegnung mit vielen liebenswerten Menschen dort beflügelte die meisten Teilnehmer der ersten Delegation unserer Gemeinde, sich intensiv um die Beziehungen zur Gemeinde Steinheid zu kümmern. Zahlreiche persönliche Freundschaften sind dadurch entstanden.
Es gab viele gegenseitige Begegnungen, insbesondere Fahrten des Posaunen- und Kirchenchores. Auch Pfarrer Langer konnte uns in Horstmar besuchen.
Die Partnerschaft hatte ihren Höhepunkt bis zur Wende. Bedauerlicherweise muss festgestellt werden, dass nach der Wende die Begegnungen und Beziehungen immer mehr einschliefen, bis wir gemeinsam mit Steinheid beschlossen, die Partnerschaft zu beenden.
